"Unterwegs" - Gemeindebrief online

Wie schön, dass Sie sich für unseren Gemeindebrief "Unterwegs" interessieren! Hier finden Sie

einen geistlichen Impuls unseres Vorstandes

Wissenswertes rund um den Glauben und Theologie

ein Spiel für die Kinder

einen Rückblick auf Vergangenes

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Theologie

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Blick zurück


„Lass dich inspirieren!“ – Gedanken zum Monatsspruch


Das neue Jahr 2026 erwartet uns wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Es liegt in unseren Händen, was wir mit den kommenden 365 Tagen anfangen wollen: ob wir so weitermachen wie bisher, ob wir Dinge verändern und hoffentlich verbessern oder ob wir vielleicht sogar ganz neu anfangen wollen. Viele von uns beginnen dieses Jahr mit langen Listen, guten Vorsätzen und der festen Überzeugung, ein „gutes“ Jahr formen zu wollen.

 

Das WAS wir tun wollen, steht also oft schon fest – doch häufig bleiben Zweifel bezüglich des WIE. An diesem Punkt spricht uns der Monatsspruch für Januar auf ganz besondere Weise an:

„Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.“ (5. Mose 6,5)

 

In unserem Kontext sind diese Worte so viel mehr als eine bloße Aufforderung zu einem bestimmten Verhalten. Ich verstehe sie vielmehr als einen Kompass, der uns die Richtung weist:

 

Mit ganzem Herzen:
Unser Alltag lenkt uns oft ab, die Zukunft bereitet uns Sorgen und Vergangenes lässt uns nicht los. Warum also nicht einfach wieder Gott in den Mittelpunkt rücken? Mit ganzem Herzen lieben und glauben bedeutet, nicht sofort in den Alltagsstress einzusteigen, sondern das Jahr mit einem Moment der inneren Sammlung zu beginnen.

 

Mit ganzer Seele:
Unsere Seele ist unser tiefstes Inneres mit allem, was dazu gehört: Liebe, Sehnsucht und Freude – aber auch Frustration, Traurigkeit und Erschöpfung. Wir dürfen Gott mit allem entgegentreten. Er verlangt nicht nur nach dem „hübschen“ Äußeren, sondern hält auch unseren dunklen Schmerz aus.

 

Mit ganzer Kraft:
Kraft bedeutet Energie und Handeln. Dabei müssen es nicht immer die großen, sichtbaren Gesten sein. Auch die kleinen Dinge, die wir in aller Stille für andere oder für uns selbst tun, werden von Gott gesehen und gewertschätzt. Es liegt an uns zu entscheiden, wofür wir unsere Kraft in diesem Jahr verwenden wollen.

 

So wird der Monatsspruch zum Leitgedanken – nicht nur für einen Monat, sondern für das gesamte Jahr oder vielleicht sogar für ein ganzes Leben: Mit dem Blick auf Gott und mit allem, was ich bin und habe, werde ich das tun, was in meiner Macht steht.


„Lass dich informieren!“ – Theologie für Interessierte


"Du sollst nicht lügen"

 

„Du sollst nicht lügen“ – das haben wir schon als Kinder gelernt.

 

Trotzdem haben die meisten Menschen im Lauf des Erwachsenwerdens auch gelernt, dass eine Lüge das Leben erleichtern kann.

 

Manchmal ist es leichter zu sagen „Ich bin krank“, wenn man keinen Bock mehr auf die Einladung am Abend hat.  Oder manchmal ist es einfacher, sich verleugnen zu lassen: „Sag einfach, ich bin nicht da!“ So wimmelt man den Anrufer am leichtesten ab. Vielleicht sind diese Ausreden für den anderen sogar leichter verträglich, sagt man sich schnell. Dann kann es ja nicht so schlimm sein.

 

Aber insgeheim wissen wir natürlich, dass es nicht stimmt, denn umgekehrt ist es bitter, angelogen zu werden. Man fühlt sich hintergangen oder sogar verraten. Und andere anzulügen ist auch nicht einfach. Eine gute Portion schlechtes Gewissen ist bei den meisten Menschen sofort dabei.

 

Also doch strikt bei der Wahrheit bleiben? Im Normalfall ja, aber wir müssen auch bedenken, was die Wahrheit eigentlich ist. Dietrich Bonhoeffer hat einmal als Beispiel erzählt, wie ein Lehrer ein Kind vor der Klasse darauf anspricht, dass sein Vater trinkt. Das Kind antwortete: „Das stimmt gar nicht!“ Es hatte gelogen – und trotzdem, sagt Bonhoeffer, ist das die Wahrheit gewesen. Warum? Weil der Lehrer den Vater, das Kind und die ganze Familie öffentlich bloßgestellt hat und dem Vater die Würde genommen hat. Dagegen hat sich das Kind intuitiv gewehrt, um die Würde zu wahren. Das ist Wahrheit!

 

Sicher ist das eine ungewohnte Deutung. Sie kann uns aber im Alltag helfen. „Du sollst nicht lügen“, damit ist gemeint: Du sollst den anderen nicht hintergehen, nicht betrügen, ihm nicht die Würde nehmen. Im Gegenteil: Rede so, dass du den anderen achtest! Rede so, wie du selbst möchtest, dass man mit dir redet!

 

Dass uns das immer wieder gelingt, das wünscht Ihnen

Ihr Vorstand


„Lass dich unterhalten!“ – Spiele für Kinder


„Lass dich erinnern!“ – Rückblicke in Bildern