"Unterwegs" - Gemeindebrief online

November-Ausgabe

Wie schön, dass Sie sich für unseren Gemeindebrief "Unterwegs" interessieren! Hier finden Sie

  • einen geistlichen Impuls unserer Pfarrerin
  • Wissenswertes rund um den Glauben und Theologie
  • ein Spiel für die Kinder
  • einen Rückblick auf Vergangenes

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Inspiration

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Theologie

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Spiel

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Blick zurück


„Lass dich inspirieren!“ – Gedanken zum Monatsspruch


"Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken. "

Hebräer 10,24

 

Das diesjährige Siegerfoto des Siena International Photo Awards- eine Vater-Sohn-Szene, die der Photograf Mehmet Aslan da eingefangen hat ( unter https://sipacontest.com/gallery/2021 zu sehen) ist überaus beeindruckend und berührend.

Das Photo ist entstanden im Süden der Türkei. Die Familie floh aus Syrien. Der Vater hat bei einem Bombenangriff vor fünf Jahren sein rechtes Bein verloren, damals auf dem Markt in Idlib. Er ist 32 Jahre alt. Sein kleiner Sohn kam ohne Gliedmaßen – also ohne Arme und Beine- auf die Welt. Seine Mutter hatte während der Schwangerschaft Sarin, ein Giftgas, eingeatmet.

Diese Bild strahlt so viel Lebensfreude und Frohsinn aus. Trotz dieses harten Schicksals auf Erden ist zwischen Vater und Sohn ein Bild vom Himmel auf Erden entstanden – ihr Lachen, ihre Lebenslust und ihre Freude im Angesicht dieser harten Lebenseinschnitte.

Aus diesem Bild strahlt so viel Lebensfreude. Vater und Sohn sind glücklich, schenken sich gegenseitig Liebe und Hoffnung. Dem Betrachter, der Betrachterin des Fotos läuft es wirklich wie ein Schauer über den Rücken.

Ja, dieses Bild spornt uns an aufeinander zu achten, uns mit Liebe zu begegnen und uns Gutes zu tun. Das zu sehen, wofür ich glücklich und dankbar sein kann.

Den Himmel in mir spüren – also nicht auf den Tag warten, an dem sich meine gesamten Erwartungen ans Leben erfüllt haben. Das geht bisweilen auch gar nicht, weil wir einfach manches nicht rückgängig machen können.

Aber wir können den Himmel in uns spüren und das ist die Lebensfreude, die Gottes Liebe entspringt, die nicht immer etwas mit den Vorgaben unserer Welt zu tun hat.

Die Lebensfreude, die keinen Konsum braucht, sondern ein aufrichtiges Gespräch, einen warmen Sonnenstrahl auf der Haut, eine zärtliche Umarmung, eine dankbare Begegnung, einen unerwarteten Anruf, ein Gebet für einen kranken Freund.

Lasst es uns tun mit Phantasie und im Glauben an Gottes Liebe.

Sonja Straub


„Lass dich informieren!“ – Theologie für Interessierte


Theologisches ABC: E wie Ende des Kirchenjahres

 

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen ordnete 1816 an, jährlich den letzten Sonntag des Kirchenjahres als allgemeinen Feiertag zur Erinnerung an die Verstorbenen zu begehen. Dieses „Totenfest“ zum Ende des Kirchenjahres wurde rasch auch von anderen Landeskirchen übernommen und gewann als Totensonntag große  Popularität.

Es ist üblich die Friedhöfe zu besuchen und die Gräber zu schmücken.

Der Totensonntag ist so in gewisser Weise das evangelische Gegenstück zur Feier von Allerseelen.

Dieser Sonntag verbindet sich mit einem tiefen menschlichen Bedürfnis: dass nämlich unsere Verstorbenen nicht vergessen sind. Wir erinnern uns an sie, wir nennen ihre Namen, wir sprechen am Grab ein Vater unser, wir stellen frische Blumen aufs Grab.

Die Berechtigung eines solchen Tages ist jedoch immer wieder mit theologischen Gründen bestritten worden und das bereits im 19.Jahrhundert.

Die Lutherische Agende von 1954 vermeidet die Bezeichnung „Totensonntag“ und sprich stattdessen vom „Letzten Sonntag im Kirchenjahr“ oder auch „Ewigkeitssonntag“. Im innerkirchlichen Sprachgebrauch hat sich die Bezeichnung „Ewigkeitssonntag“ weitegehend durchgesetzt. Die Namen der Verstorbenen des abgeschlossenen Kirchenjahres werden verlesen und sie werden zusammen mit ihren Angehörigen ins Gebet eingeschlossen. In vielen Kirchen wird für sie auch eine Kerze angezündet.

Texte aus dem letzten Buch der Bibel, der sog. Apokalypse des Johannes, über den neuen Himmel und die neue Erde werden vorgelesen, und die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten und ihr Weiterleben wird laut. Unser Gott ist ein Gott der Lebendenden und der Toten

„Du, Gott, tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“ (Psalm 16,11)

Sonja Straub, Pfarrerin


„Lass dich unterhalten!“ – Spiele für Kinder



„Lass dich erinnern!“ – Rückblicke in Bildern


Rückblick auf den Konfirmationsgottesdienst.