"Unterwegs" - Gemeindebrief online

Janauar-Ausgabe

Wie schön, dass Sie sich für unseren Gemeindebrief "Unterwegs" interessieren! Hier finden Sie

  • einen geistlichen Impuls unserer Pfarrerin
  • Wissenswertes rund um den Glauben und Theologie
  • ein Spiel für die Kinder
  • einen Rückblick auf Vergangenes

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Inspiration

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Theologie

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Spiel

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Blick zurück


„Lass dich inspirieren!“ – Gedanken zum Monatsspruch


Acryl von U.Wilke-Müller; GemeindebriefDruckerei.de
Acryl von U.Wilke-Müller; GemeindebriefDruckerei.de

Du bist ein Gott, der mich sieht. Gen 16,13

 

Dieser verkürzte Vers aus dem ersten Buch der Bibel bezieht sich auf eine dramatische Geschichte. Es geht um das Ehepaar Abram und Sarai. Sarai kann keine Kinder bekommen. Deshalb hat sie die Idee, dass ihr Mann mit ihrer Magd Hagar ein Kind zeugt. Doch die Schwangerschaft sorgt für einen Konflikt zwischen den beiden Frauen. Das war fast vorhersehbar, dass Eifersucht und Neid entstehen.

Für Hagar (übersetzt heißt ihr Name „die Fremde“) scheint die Lage ausweglos zu sein. Sie flieht. Heimatlos und einsam läuft sie zu einer Wasserquelle in der Wüste. Dort begegnet ihr der Engel, der ihr rät, zu Abram und Sarai zurückzukehren. Der Engel prophezeit Hagar, dass alles gut wird und sie noch viel mehr Kinder bekommen wird.

Hagar betet dann an der Wasserquelle zu Gott und stellt fest: „Du bist ein Gott, der mich sieht!“ Was für ein Vertrauen spricht aus diesem Satz! Hagar hat das Gefühl, dass Gott sie so sieht, wie sie ist: mit all ihren Problemen, mit ihrer großen Traurigkeit und ihrer Zukunftsangst. Gott sieht sie in ihrer bedrohlichen Situation, so alleine und ohne einen Plan. Und es wird gut für Hagar: Sie kehrt zurück, erfährt Zuspruch und Anerkennung. Das richtet sie auf und gibt ihr die Kraft, ihrem Leben nicht zu entfliehen, sondern reich und erfüllt weiterzuleben.

„Du bist ein Gott, der mich sieht“ – das ist ein großer Glaubenssatz, der uns im neuen Jahr 2023 begleitet. Ich bin so wichtig und für Gott so bedeutend, dass er nicht über mich hinwegsehen oder mich übersehen wird – wenn ich weine oder lache, voller Hoffnung bin oder mutlos, mit großem Tatendrang oder einfach müde, verliebt oder getrennt, krank oder gesund. Gott lässt mich nicht allein.

Was für eine wunderbare Botschaft für das Neue Jahr 2023!

Pfarrerin Sonja Straub


„Lass dich informieren!“ – Theologie für Interessierte


V wie Vision vom Frieden

 

In der Vision des Propheten Sacharja spricht Gott selbst: „Freue dich, Tochter Zion! Juble, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir!“

Gott verspricht hier seinem Volk, nach Zeiten von Unheil und Krieg, dass der Frieden kommen werde. Der Ort, an dem das geschieht, ist der Zionsberg und die ihn umgebende Stadt Jerusalem. Trotzdem ist das Heilsgeschehen nicht auf diesen Ort beschränkt, sondern bezieht die Völker der Welt mit ein.

Es handelt sich bei dieser Vision um die Ankündigung eines Geschehens, das noch nicht eingetreten ist. Aber es wirft bereits seine Schatten voraus: Die Menschen sollen jetzt schon jubeln und schon jetzt von diesem Frieden reden. Wir können also sagen: Das ist ein Adventstext, weil er von einer Ankunft handelt. Er fordert seine Adressaten dazu auf, sich auf diese Ankunft einzustellen, auch wenn die Ereignisse den Jubel und die Hoffnung noch nicht ganz eingeholt haben. Mit dieser Vision wird eine Erwartung geweckt, die das Denken und Handeln bereits in der Gegenwart prägt. Es geht um etwas, das man glaubt und für wahr hält, schon jetzt und schon heute, ohne sichtbaren Grund.

Der so verstandene Glaube ist also keine Reaktion auf etwas schon Geschehenes, sondern ein Glaube, der Ereignisse vorweg nimmt, antizipatorisch lebt und damit bereits heute die Welt verändern kann.

Die Vision des Alten Testaments besagt: Da wird ein König kommen, der auf einem Esel reitet, so gar nicht herrschaftlich und mächtig, sondern demütig und bescheiden. Er kommt als ein Kind, reitet auf dem Fohlen eines Esels. Die Logik alles Bisherigen wird durchbrochen. So gar nicht vorstellbar und dennoch so präsent; so gar nicht denkbar und dennoch schon real.

Visionen wie die im Advent lassen Leben aufblühen, setzen Menschen in Bewegung, schaffen Veränderung, so dass Friede werden kann auf unserer Welt und alle Menschen sich freuen und fröhlich sind.

Pfarrerin Sonja Straub


„Lass dich unterhalten!“ – Spiele für Kinder


„Lass dich erinnern!“ – Rückblicke in Bildern