"Unterwegs" - Gemeindebrief online

September-Ausgabe

Wie schön, dass Sie sich für unseren Gemeindebrief "Unterwegs" interessieren! Hier finden Sie

  • einen geistlichen Impuls unserer Pfarrerin
  • Wissenswertes rund um den Glauben und Theologie
  • ein Spiel für die Kinder
  • einen Rückblick auf Vergangenes

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Inspiration

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Theologie

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Spiel

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Blick zurück


„Lass dich inspirieren!“ – Gedanken zum Monatsspruch


Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt;

ihr trinkt und bleibt doch durstig;

ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt´s in einen löchrigen Beutel.

Haggai 1,6

 

Genau beobachtet hat das Gott, der diese Worte durch den Propheten Haggai an das Volk Israel richtet, nachdem es aus der Gefangenschaft zurückkehrte und ein neues Zuhause aufbauen musste. Die Israeliten rennen geschäftig und voller Elan durch das Land. Klar, da steht der Neuanfang und ihre Zukunft im Vordergrund: Getreide muss gesät werden, um Brot backen zu können, Häuser müssen gebaut werden aus den schweren Steinen, in Nähbetrieben stehen die Webstühle keinen Tag still, Wein wird an den Hängen gepflanzt.

Die Prioritäten sind ganz klar: Aufbauen und Fortschritte machen, haben und besitzen, anlegen und vermehren. Aber was sie vollkommen außer Acht lassen ist der Wiederaufbau des Jerusalemer Tempels und damit auch die Nähe Gottes. Gott ist über aller Geschäftigkeit in Vergessenheit geraten.

Komisch, irgendwie kommt mir das bekannt vor. Wenn ich da in mich hineinhöre, meldet sich mein inneres Programm an dieser Stelle auch zu Wort: Bankkonto im Blick behalten! Geld vermehren! Nicht vergessen, die nächste Reise zu planen! Beruflich nicht nachlassen! Up to date bleiben!

Alles wichtige Aufgaben. Und doch muss ich zugeben: Verfolge ich sie zielstrebig, fühlt sich das Leben trotzdem „löchrig“ an, nicht komplett, nicht glücklich.  Warum wohl? Da habe ich wohl das Entscheidende vergessen: nämlich Gott. Er ist außen vor gelassen damals in Jerusalem und auch heute. Ohne ihn können wir uns noch so abstrampeln und abmühen – das entscheidende Loch wird bleiben. Der Prophet drückt das sehr bildhaft aus.

Mit was aber können wir dieses Loch schließen und  damit allen unseren Anstrengungen einen Sinn geben? Es lässt sich nur mit Glaube, Hoffnung und Liebe schließen. Diese Drei geben unserem Leben Sinn und Ziel. Wir finden sie in der Stille, im Nachdenken und bewusstem Danken für alles, was uns umgibt. Da kommt uns Gott ganz nahe. Da kommt Neues in unser Leben hinein – ganz ohne unser Zutun.  Gott will einbezogen werden in unser Leben. Geben wir ihm eine Chance!

Pfarrerin Sonja Straub


„Lass dich informieren!“ – Theologie für Interessierte


Der Name „Israel“ wurde Jakob, dem Enkel Abrahams, gegeben, nachdem ihn „ein Mann“ (ein Engel oder Gott selbst – das bleibt unklar) nachts am Ufer des Flusses Jabbok überfallen und mit ihm gerungen hatte (1.Mose 32,23-32). Jakob klammerte sich an ihn, als er von ihm am Hüftgelenk verletzt wurde. „Israel“ heißt übersetzt „Kämpfer mit Gott“ oder „Kämpfer für Gott“, „denn du hast mit Gott und Menschen gerungen und hast gesiegt.“

Mit diesem Standhalten erringt Jakob sich den Segen. Mit dem Volk Israel will Gott ein besonderes Verhältnis auf der Erde eingehen als „Licht für die Völker“. Die 12 Söhne Jakobs werden dann die Anführer der 12 Stämme Israels. Sie und ihre Nachkommen werden die Israeliten genannt oder einfach nur Israel.

Eine Hungersnot treibt sie später nach Ägypten, wo sie in die Sklaverei geraten.

Dort wurden sie als habiru, Hebräer, bezeichnet (übersetzt: die Fremden oder die Anderen) und mussten an den umfangreichen Bauvorhaben des Pharao (Ramses II) mitarbeiten. Unter ihrem Anführer Mose gelang ihnen die Flucht aus Ägypten, der Exodus. Das erlebte Israel als die große Befreiungstat Gottes und das ist bis heute der Kern des jüdischen Glaubens.

Am Berg Sinai erhielten die Israeliten durch Mose die Tora, ein Sozialgesetz rund um den Dekalog (10 Gebote)  und schlossen mit Gott einen Bund. Sie wanderten in das Land Kanaan ein, in dem sie 200 Jahre in loser Stammes-organisation zusammenlebten. Ausgelöst durch militärischen Druck durch die Philister schlossen sie sich um 1000 v.Chr. zu einem Königreich zusammen. Ihr erster König war Saul.

Jahrhunderte später wurde das jüdische Volk unter Nebukadnezar (586 v.Chr.) ins Babylonische Exil verschleppt. Hier bewahrten sie sich jedoch ihre nationale und religiöse Identität. 539 v.Chr. wurde das Exil unter dem Perserkönig Kyros II beendet. Er war es auch, der den Wiederaufbau des Tempels (520-515 v.Chr.) anordnete.

Unter wechselnden Fremdherrschaften lebte Israel im Land Palästina bis im Jahr 70 n. Chr. der römische Feldherr Titus den Tempel zerstörte und die Juden vertrieben wurden. Fast 2000 Jahre lebten sie im Exil in ganz Europa verstreut und durchlitten unzählige Verfolgungen bis zum Holocaust im Dritten Deutschen Reich. Erst 1948 fanden sie neue Heimat in Palästina nach einem Beschluss der Vereinten Nationen. Der Konflikt um das Land zwischen dem neuen Staat Israel und den ansässigen Palästinensern aber ist geblieben und ist Quelle neuer Kriege und Verletzungen.

Pfarrerin Sonja Straub


„Lass dich unterhalten!“ – Spiele für Kinder



„Lass dich erinnern!“ – Rückblicke in Bildern


Rückblick auf den Kreis „65PLUS“ zum ersten Mal wieder im Gemeindesaal nach der Pandemie